5 einfache Schritte zum perfekten Ton bei der Verwendung des Wireless GO II mit einer Kamera
Das Wireless GO II ist eine revolutionäre kompakte drahtlose Audiolösung, die Broadcast-Qualität in einem erschwinglichen und kompakten Paket bietet.
Es ist ein äußerst vielseitiges Mikrofon und kann mit praktisch jedem Gerät verbunden werden, darunter Computer, Smartphones, Tablets und Audiorecorder. Außerdem verfügt es über eine integrierte Aufnahmefunktion, sodass du es sogar ohne ein externes Aufnahmegerät verwenden kannst.
Für viele Content Creator ist das Wireless GO II die perfekte Audiobegleitung für eine Kamera. Die Verwendung des Mikrofons mit einer Kamera ist ideal, da der Ton bereits aufgenommen und mit deiner Videodatei synchronisiert ist – für einen besonders effizienten Postproduktions-Workflow.
Da das Wireless GO II für die Verbindung mit einer besonders großen Bandbreite an Geräten entwickelt wurde, verfügt der 3,5-mm-Ausgang (der für die Verbindung mit Kameras verwendet wird) über einen großen Ausgangspegelbereich. Das macht es äußerst vielseitig, bedeutet aber auch, dass du dir einen Moment Zeit nehmen musst, um den Pegel an den Eingang deiner Kamera anzupassen und so einen hervorragenden Ton zu erhalten.
Bei einer falschen Einstellung kann dein Ton zu leise sein (das bedeutet, dass du beim Anheben des Pegels in der Postproduktion Gefahr läufst, Rauschen in deine Aufnahme einzubringen), oder zu laut, wodurch der Eingang deiner Kamera übersteuern kann und unangenehme Verzerrungen entstehen, die sich in der Postproduktion nicht beheben lassen.
Das gilt für jedes Mikrofon, das du mit deiner Kamera verwendest. Zum Glück verfügt das Wireless GO II über flexible Gain-Regler, mit denen du jedes Mal den perfekten Aufnahmepegel erzielen kannst.

Hier sind 5 einfache Schritte, mit denen du sicherstellst, dass der Ausgangspegel des Wireless Go II für deine Kamera korrekt eingestellt ist:
1) AGC und andere Audioverarbeitungsfunktionen an deiner Kamera deaktivieren
Bei vielen Kameras ist die automatische Pegelregelung (AGC) standardmäßig aktiviert, manchmal auch andere Audioverarbeitungsfunktionen wie die Windgeräuschreduzierung. Du solltest diese Funktionen deaktivieren.
AGC und andere Verarbeitungsfunktionen können unerwartete Sprünge in deinen Audiopegeln sowie weitere Artefakte in deinen Aufnahmen verursachen. Bei einem hochwertigen Mikrofon wie dem Wireless GO II sind sie nicht erforderlich. Stelle die Audiopegelregelung für optimale Ergebnisse auf manuell.
2) Eingangspegel deiner Kamera reduzieren
Die Audioeingänge der meisten Kameras sind nicht besonders hochwertig. Das bedeutet, dass sie deiner Aufnahme Rauschen hinzufügen können. Wenn du den manuellen Eingangspegel auf das Minimum oder knapp über den niedrigsten Wert (normalerweise 1 oder 2) reduzierst und bei Bedarf den Ausgangspegel des Mikrofons verwendest, um dein Signal anzuheben, erhältst du weniger Rauschen an den Audioeingängen der Kamera.
3) In das Mikrofon sprechen und dabei den Ausgangspegel des Senders erhöhen
Wenn der Sender über das mitgelieferte 3,5-mm-Kabel mit deiner Kamera verbunden ist, bitte die sprechende Person (oder dich selbst, wenn du allein aufnimmst), in das Mikrofon zu sprechen – und zwar mit dem Pegel, der während der Aufnahme verwendet wird.
Beginne mit der niedrigsten Einstellung und erhöhe den Gain am Wireless GO II-Sender (über die Taste „dB“), während du die Pegelanzeigen auf dem Kameradisplay beobachtest. Erhöhe den Pegel weiter, bis die Anzeigen bei den lautesten Spitzen etwa zwei Drittel der Anzeigehöhe bzw. -breite erreichen.
So erhältst du eine hervorragende Tonqualität mit etwas Headroom für unerwartet lautere Geräusche.
Profi-Tipp: Aktiviere den „Fine Gain Mode“ über die Desktop- oder Mobil-App RØDE Central, um den Ausgangspegel des Wireless GO II präziser zu steuern. Dadurch kannst du deine Gain-Pegel noch einfacher anpassen.
4) Audio deiner Kamera vor der Aufnahme abhören, um die Qualität zu überprüfen
Wenn deine Kamera über einen Kopfhörerausgang verfügt, kannst du diesen verwenden, um dein Audiosignal in Echtzeit abzuhören und auf Probleme wie Clipping zu prüfen.
Wenn deine Kamera keinen Kopfhörerausgang besitzt, solltest du eine kurze Testaufnahme machen, um sicherzustellen, dass dein Ton perfekt ist, bevor du beginnst.
5) Die Sender auf „Low Sensitivity Mode“ einstellen
Wenn du eine besonders laute Schallquelle aufnimmst (zum Beispiel eine Person, die laut in den Sender spricht, während dieser am Handheld-Adapter Interview GO befestigt ist), kann es vorkommen, dass der Mikrofoneingang übersteuert, selbst wenn die Pegel an der Kamera unauffällig aussehen.
In diesem Fall kannst du den „Low Sensitivity Mode“ an den Sendern über RØDE Central aktivieren. Dadurch wird ein Eingangs-Pad zugeschaltet.
Verbinde den Sender über das passende Kabel mit deinem Telefon oder Laptop und öffne RØDE Central. Öffne die Sendereinstellungen und klicke auf „Pad“. Wenn die Funktion aktiviert ist, wird auf dem Display des Empfängers neben dem entsprechenden Sender ein kleiner blauer Pfeil angezeigt. Dadurch sollten Verzerrungen durch sehr laute Geräusche vermieden werden.
Profi-Tipp: Auch wenn es sinnvoll erscheinen mag, das Pad dauerhaft aktiviert zu lassen, wird die Verwendung des „Low Sensitivity Mode“ bei normalen Schallquellen nicht empfohlen, da sich dadurch der Rauschboden deiner Aufnahmen leicht erhöht, wenn du das Signal in der Postproduktion anhebst.