Könnte ich mein Smartphone für Audioaufnahmen verwenden?

Früher musste man, wenn man sein Mobiltelefon als digitales Diktiergerät verwenden wollte, eine schlechte, möglicherweise blechern klingende Tonqualität in Kauf nehmen. Doch inzwischen hat sich die Smartphone-Technologie weiterentwickelt, und diese Geräte erweisen sich in bestimmten Fällen als durchaus geeignete Alternativen zu herkömmlichem Audioaufnahme-Equipment.

Die große Frage lautet also: Könntest du dein Smartphone für dein nächstes Projekt verwenden?

Besseren Ton mit einem Mobilgerät aufnehmen

Die Antwort hängt tatsächlich ganz von der Art des Projekts ab, an dem du arbeitest. Manche greifen auf ihr Mobiltelefon zurück, um Audio aufzunehmen, wenn sie etwas filmen, bei dem hochwertiger Ton nicht so entscheidend ist wie der Inhalt selbst. Wenn du beispielsweise ein Bildungsangebot für Schüler oder Kollegen erstellst, ist ein Ton, der nicht direkt aus dem neuesten Hollywood-Blockbuster stammen könnte, weniger wichtig als eine klare Stimme und interessante Inhalte. 

Weitere Projekte, für die du Smartphones als Alternative verwenden könntest, sind:

  • Kurze Vox-Pops
  • Webinhalte, Vlogs und Ähnliches
  • Erstellen eines musikalischen Scratch-Tracks
  • Podcasts
  • Radiointerviews

Bevor du jedoch mit deinem neuen iPhone oder Android-Gerät mit der Aufnahme beginnst, solltest du diese Tipps beachten, um den bestmöglichen Ton zu erzielen.

Investiere in mobilgerätefreundliches Audio-Equipment

Vielleicht ist dir nicht bewusst, dass du eine Reihe von RØDE Mikrofonen für die Verwendung mit Smartphones kaufen kannst. Dazu gehört das RØDE i-XY, das du mit der RØDE Rec- oder der RØDE Rec LE iOS-App kombinieren kannst, um Audio mit bis zu 96 kHz aufzunehmen. 

Für einen intimeren Klang einer einzelnen sprechenden Person empfiehlt sich auch das RØDE smartLav+, ein professionelles Mikrofon in Broadcast-Qualität, das an einen herkömmlichen TRRS Eingang angeschlossen werden kann.

Zu guter Letzt ist das neue gerichtete Shotgun-Mikrofon, das RØDE VideoMic Me, ebenfalls eine geeignete Option, wenn du ein Gespräch vor der Kamera mithilfe einer Tonangel mikrofonieren möchtest.

Format und Speicherplatz berücksichtigen

Da du mit einem Mobilgerät aufnimmst, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass der verfügbare Speicherplatz begrenzter ist. Bevor du mit den Aufnahmen für dein Projekt beginnst, solltest du unbedingt überprüfen, ob auf deinem Smartphone genügend Speicher frei ist, der nicht von Tausenden von Handyspielen belegt wird. 

Wenn der Speicherplatz knapp ist, mag es verlockend sein, im MP3-Format aufzunehmen, doch dadurch entsteht verlustbehaftetes, komprimiertes Audio. WAV- oder AIFF-Dateien liefern einen besseren Klang, auch wenn sie mehr Speicherplatz benötigen.

Vorsicht vor Unterbrechungen

Vergiss zu guter Letzt nicht, dass du mit einem Telefon aufnimmst. Das bedeutet, dass du jederzeit eine SMS, einen Anruf oder eine Sofortnachricht erhalten oder auf andere Weise unterbrochen werden könntest. Wenn du keine Internetverbindung benötigst, empfiehlt es sich, dein Smartphone, das du als Diktiergerät verwendest, in den Flugmodus zu versetzen.