Drei Tipps für großartigen Dokumentarfilmton
Dokumentarfilme sind eine wichtige Möglichkeit, Fakten zu vermitteln oder Geschichten aus dem wahren Leben in Form eines Films zu erzählen. Sie müssen dabei nicht das Budget eines Hollywood-Blockbusters haben – auch mit minimalem Aufwand lässt sich problemlos eine eindrucksvolle Geschichte aus dem Alltag erzählen.
Allerdings kann eine Sache jeden Dokumentarfilm beeinträchtigen – selbst wenn er eine fantastische Geschichte erzählt: schlechter Ton. Hier sind unsere Tipps, wie Sie den bestmöglichen Ton für Ihren Film aufnehmen.
1. Investieren Sie in die richtige Aufnahmetechnik
Zuallererst sollten Sie sich für einen guten Start ein hochwertiges Aufnahmemikrofon zulegen. Ihr Budget bestimmt weitgehend, welches Modell für Sie infrage kommt. Denken Sie jedoch an eines: Schlechter Ton fällt den Menschen stärker auf als schlechte Bilder. Scheuen Sie sich daher nicht, so viel wie nötig für die richtige Ausrüstung auszugeben.
Wenn Sie eine DSLR-Kamera ohne XLR-Eingänge verwenden möchten, empfehlen wir das vielseitige RODE VideoMic Pro. Dieses praktische Richtrohrmikrofon lässt sich an einer standardmäßigen Kameraschuhhalterung befestigen oder mithilfe eines Verlängerungskabels wie dem RØDE VC1 auf einem Mini-Stativ näher an der sprechenden Person platzieren, knapp außerhalb des Bildausschnitts. Wenn Sie jedoch über eine Tonangel und ein externes digitales Aufnahmegerät verfügen (was fast immer der Fall sein sollte), ziehen Sie stattdessen das broadcasttaugliche NTG3 oder NTG8 in Betracht – mit einem Blimp oder Deadcat als Windschutz.
2. Achten Sie auf Rascheln an der Kleidung
Wenn Sie sich für Ihre Sitzinterviews für das RODE Lavalier, smartLav+ oder PinMic entscheiden, sollten Sie auf Rascheln an der Kleidung achten. Viele Tonleute bei Dokumentarfilmen versuchen, ein Ansteckmikrofon zu verstecken, und stellen dann fest, dass die Kleidung der interviewten Person daran reibt und dadurch zu laute unerwünschte Störgeräusche verursacht.
Das PinMic ist wahrscheinlich die bessere Option, wenn Sie sich Sorgen um die Sichtbarkeit des Mikrofons machen, da es genau für diesen Zweck entwickelt wurde. Alternativ können Sie ein Hilfsmittel verwenden, um das Mikrofon zu verbergen, etwa die invisiLav -Halterungen von RØDE. In einem Dokumentarfilm oder Interviewszenario ist es jedoch kein großes Problem, wenn das Mikrofon zu sehen ist. In den meisten Fällen ist es daher besser, sich für überragenden Ton zu entscheiden, anstatt das Mikrofon zu verbergen.
3. Denken Sie über den Aufnahmeort nach
Auch wenn es sich so anfühlen mag, als wären Sie bei der Verfolgung einer Person an den jeweiligen Ort gebunden, an dem sie gerade vorbeikommt, lässt sich der Aufnahmeort in den meisten Fällen bis zu einem gewissen Grad flexibel wählen. Wenn Sie beispielsweise eine Veranstaltung mit einer großen Menschenmenge aufnehmen, könnten Sie die betreffende Person in eine ruhigere Ecke oder einen angrenzenden Raum bitten. Die meisten Menschen arbeiten durchaus gern mit Filmschaffenden zusammen – natürlich hängt das von der jeweiligen Situation ab.
Wenn Sie ein bestimmtes Umgebungsgeräusch nicht ausblenden können – das klassische Beispiel ist ein öffentlicher Springbrunnen –, werden Sie feststellen, dass Ihr Publikum es automatisch ausblendet, wenn Sie es dezent im Hintergrund des Bildes belassen. Viel störender ist es, wenn es zu hören, aber nicht zu sehen ist.
Bei Sitzinterviews selbst sollten Sie die üblichen Regeln für Innenaufnahmen befolgen und einen gut eingerichteten Raum mit Teppichboden und wenigen kahlen Wänden wählen.
Als Absicherung empfehlen wir, an jedem Aufnahmeort mindestens 30 Sekunden allgemeinen Raumton aufzunehmen, damit Sie in der Postproduktion bei Bedarf etwas haben, auf das Sie schneiden können. Dies lässt sich zusammen mit Video-Zwischenschnitten verwenden, die Ihre Kameraperson aufnehmen kann.