Mit dem VideoMic Pro bei einem Auftrag in Brasilien

2013 bereitete ich mich auf einen großartigen Auftrag vor: die Betreuung des Gewinners des globalen World Nomads Travel Film Scholarship sowie die Produktion kurzer Reisefilme während des Karnevals in Rio de Janeiro. Ich filme mit einem HDSLR-Kamera-Rig – einer Canon 5D Mark III mit sämtlichem erforderlichen Zubehör. Bis dahin hatte ich mein bevorzugtes Mikrofon oben auf der Kamera montiert – ein RØDE NTG3 Broadcast-Richtrohrmikrofon. Der Klang gefiel mir sehr, aber ich machte mir Sorgen, ein derart auffälliges Mikrofon oben auf meiner Kamera zu haben – insbesondere an überfüllten und möglicherweise gefährlichen Orten. Wir würden bei riesigen Straßenparaden (Blockpartys), in Favelas (den berühmten Armenvierteln von Rio) und in Fußballstadien drehen. Ich wollte etwas Kleineres, Unauffälligeres und Leichteres.

In der Woche vor dem Abflug kaufte ich ein RØDE VideoMic Pro – zusammen mit einem Deadcat-Windschutz und einem VXLR-Adapter, damit ich es an meinen dreikanaligen Minomixer anschließen konnte.

Mein erster Eindruck war: „Es ist wunderbar kompakt – aber hoffentlich robust genug.“ Zwei Jahre später kann ich sagen, dass ich es intensiv genutzt und auch ziemlich beansprucht habe, wobei sich gelegentlich die Gummischwinghalterungen gelöst haben – und ich sie schnell und problemlos wieder befestigen konnte.

Am ersten Drehtag in Rio saßen wir auf dem Rücksitz von Motorrädern und fuhren an der Seite eines Berges hinauf in Rios größte Favela – Rocinha. Es ging schnell und unerwartet, und ich hatte mir nicht die Zeit genommen, mein Kamera-Rig mit einem obenauf montierten Mixer aufzubauen. Ich befestigte einfach das VideoMic Pro, schaltete den Low-Cut-Filter auf der Rückseite des Mikrofons ein – und war startklar.

Schon bald war ich vom VMP begeistert. Es war klein und leicht, flexibel (ich konnte es direkt an meiner DSLR montieren und ohne weiteres Equipment schnell filmen, oder ich konnte es mit dem VXLR Adapter an meinem kleinen Dreikanal-Mixer befestigen, um schnell zwischen meinen beiden Funkmikrofonen und dem VideoMic Pro zu mischen) und vor allem klang es großartig.

Die dreistufige Pegelregelung auf der Rückseite des Mikrofons war für mich in Rio ein Lebensretter, da ich viele Straßenfeste und Paraden filmte, bei denen ich mich zwischen extrem lauten Blaskapellen mit Schlagzeug- und Bläsersektionen befand: Ich konnte die Dämpfung schnell an die Umgebung anpassen.

Am meisten beeindruckten mich die Ergebnisse, die ich bei der Aufnahme einer Open-Air-Aufführung in Pedra do Sal erzielte – dem angeblichen Geburtsort der Samba-Musik.

Für diesen Beitrag verwendete ich einen kompakten Juicedlink Riggy Micro RM333-Mixer mit dem VideoMic Pro auf einem Kanal und einem omnidirektionalen Funkmikrofon an meinem Talent auf dem anderen. Der einzige Platz, von dem aus ich meine Aufnahme machen konnte, war direkt neben dem PA-Lautsprecher – der Schall war so laut, dass ich dachte, er würde definitiv verzerren. Die Kombination aus der Dämpfung des Mikrofons selbst und den hochwertigen Vorverstärkern des Mini-Mixers leistete hervorragende Arbeit. Das Mischen der beiden Mikrofone erzeugte einen wunderbaren, stereoähnlichen Effekt – die Musik war klar zu hören, während man sich gleichzeitig mitten in der Menge und in der Umgebung befand.

Brian Rapsey ist Reisefilmemacher und Mentor für das Programm World Nomads Travel Film Scholarship. Seit 20 Jahren arbeitet er in der Produktion von Dokumentarfilmen, TV- und Unternehmensfilmen. Außerdem ist er begeisterter Fotograf und unterrichtet an einer der renommiertesten Ausbildungsstätten Australiens für TV- und Videoproduktion, Metro Screen.

Mehr über Brian erfahren Sie auf seiner Website – www.rhapsodypictures.com.au.